Olympische Winterspiele | Geistlicher Impuls | 11.02.2026

Olympische Winterspiele | Geistlicher Impuls | 11.02.2026

Vor knapp einer Woche sind die olympischen Winterspiele gestartet. Ich schaue mir gerne die Wettbewerbe an. Es wird oft gesagt, dass der olympische Geist heißt: Dabei sein ist alles. Doch zeigen mir die Bilder von favorisierten Sportlern, die das Siegerpodest verpasst haben und von unverhofften Gewinnern, dass es doch nicht nur um das Dabeisein geht.

Wie sieht es mit dem Glauben aus? Geht es da um das Dabeisein oder um das Gewinnen? Für mich gibt es da unterschiedliche Blickwinkel. Es gibt in der Geschichte der Kirche viele Menschen, die für den Glauben gestorben sind. Sind das Gewinner, obwohl sie ihr Leben verloren haben? Viele Berichten von einer großen Freiheit in der Welt durch ihren Glauben. Dass weltliche Werte z.B. materieller Besitz und Macht für sie keine fesselnde Bedeutung mehr haben und damit ist der Glaube ihnen wertvoller als das Leben. Viele dieser Menschen sind für uns Heilige. Wie sieht es mit dem Dabeisein aus? Viele Menschen sind aus Gewohnheit dabei, andere weil es ihnen Gut tut und andere aus Überzeugung. Auch darüber wird und wurde innerhalb der Kirche gestritten: Was ist richtig? Wer gehört dazu? Für mich ist diese Unterschiedlichkeit wichtig und gut und im Leben kann es auch unterschiedliche Zeiten geben. Mal werde ich von der Gemeinschaft der Gläubigen getragen, mal helfe ich mit, diese Gemeinschaft aktiv zu gestalten. 

Nun, ist der Glaube für sie ein Gewinn oder ist es ein Dabeisein ist alles oder noch etwas anderes?

Die olympischen Spiele sind bald vorbei und neue sportliche Höhepunkte folgen. Die Frage des Glaubens kann uns ein Leben lang begleiten und fordert von uns immer wieder neu eine Antwort.

Ich wünsche ihnen den Mut diese Frage immer wieder neu zu überdenken und den Willen den Glauben lebendig zu halten, damit der Glaube ihr Leben bereichern kann.

Ihr Pastoralreferent
Christoph Dähnrich

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