Neue Pfarrnachrichten „Pastorale“ für Januar / Februar erschienen

Neue Pfarrnachrichten „Pastorale“ für Januar / Februar erschienen

Die neuen Pfarrnachrichten für Januar und Februar mit vielen interessanten Beiträgen sind neu erschienen und liegen und den Vorräumen in allen unseren Kirchen aus. Hier können Sie sie natürlich auch schon lesen:

https://www.katholisch-in-treptow-koepenick.de/images/pfarrnachrichten_pastorale_2021_1_jan-feb.pdf

 

Liebe Mitglieder und Freunde unserer Pfarrei St. Josef Treptow – Köpenick

am Ende eines alten und am Anfang eines neuen Jahres ist es gute alte Tradition einerseits zurückzuschauen, aber auch schon einen Blick nach vorn zu wagen. Jede und jeder von uns hat da seinen eigenen ganz persönlichen Blick und auch seine eigene Bewertung. Vielfach höre ich: Das Jahr 2020 könne man getrost abschließen und hoffen, dass wir so ein Jahr möglichst nicht wieder durchleben mögen.

Vor einem Jahr haben wir die Gründung unserer Pfarrei „St. Josef Treptow – Köpenick“ mit einem schönen Gottesdienst und einem großen Fest im historischen Saal des Köpenicker Rathauses begangen. Wir ahnten da noch nicht, was nur ganz wenige Wochen später beginnen sollte. Hoffnungsvoll schauten wir noch auf das neue Jahr. Ja selbst beim Faschingsfest war uns noch nicht klar, was dann Tage später über uns kam.

Ein kleines heimtückisches Virus überfiel die Welt in schnellem Tempo und wir hielten den Atem an. Dieses Virus warf Länder, Kontinente, ganze Wirtschaftszonen und Gesellschaften aus der Bahn und seither bestimmen Worte wie „Covid-19“, „Shutdown“ und „Lockdown“ unsere Art zu leben. Kontaktsperren, Schließungen von ganzen Städten und Regionen mit deren Geschäften und Fabriken, Restaurants und Freizeiteinrichtungen, Schulen, Kitas, bis hin zu den Absagen von Gottesdiensten. Bilder aus China, den USA und Brasilien waren ebenso schockierend wie die nächtlichen Bilder der Totentransporte in Bergamo. Die Liste aller Geschehnisse könnte noch fast unendlich weitergeführt werden…

Wo war Gott und wo ist Gott in dieser Zeit? Wo ist Gott bei den verzweifelten und sterbenden Menschen? Diese Fragen sind so existenziell wie berechtigt. Viele Male habe ich mir diese Fragen mit anderen Menschen in Diskussionen gestellt, in meinen Predigten und in meinem Nachdenken.

Ich glaube, dass Gott da war und da ist. Ich glaube an diesen Gott, der den Menschen nahe war und nahe bleibt, egal in welcher Situation. Viele Menschen können ja diese Zeit nur überleben, weil eben dieser Glaube an Gott sie trägt und hält. Ungezählte Menschen haben Hilfe, Trost und Rat erfahren, auch in unserer Pfarrei, durch Mitmenschen, die für sie da waren und es weiter sind.

Auch wir als Kirche hier in Treptow- Köpenick haben unser Möglichstes versucht, Kontakt gehalten, angerufen, besucht so weit es eben ging, geschrieben und wieder angerufen und nach Möglichkeit Gebetstunden und Gottesdienste gefeiert, so weit es eben möglich war und ist. Und vielfach wurden neue Wege gegangen, Gottesdienste über unserer Website übertragen. Viel Dankbarkeit wurde und wird bis heute zurückgemeldet, dass es diese Möglichkeit des Zusammenhaltes gibt.

An dieser Jahreswende mache ich mir weiter Sorgen, um meine Familie, um die Menschen, die uns hier in den Gemeinden anvertraut sind, um Verwandte und Freunde. Mich beunruhigen die Einschränkungen, aber auch die Menschen, die sich von Verschwörungstheorien leiten lassen. Mich beunruhigen die Isolation so vieler Menschen und das scheinbare Zerbröseln unserer Gemeindestrukturen.

Doch ich freue mich auch darüber, dass so viele Menschen zusammenhalten, freue mich besonders über unser pastorales Mitarbeiterteam, welches so gut zusammenhält, miteinander weiter versucht hier zu arbeiten und aufeinander schaut. Ich freue mich über die Menschen, die sich einander aufrichten, die füreinander da sind und aufeinander achten.

Was auch immer uns 2021 erwartet, wir dürfen und müssen Christus im Blick behalten, sonst verlieren wir die Orientierung und den Halt.

So wünsche ich uns allen ein gesegnetes Jahr 2021!

Mathias Laminski, Leit. Pfarrer

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