Vor genau 455 Jahren, am 7. Oktober 1571, fand die Seeschlacht von Lepanto statt. Die Flotte des katholischen Bündnisses schlug in Unterzahl die osmanische, die seit dem vorangegangenen Jahrhundert unbesiegt war.
Papst Pius V. hatte den Christen geboten, den Schutz der Gottesmutter durch das Beten des Rosenkranzes zu erflehen. Er selbst hatte es ebenso getan. Der Sieg wurde also maßgeblich der Fürbitte der Jungfrau Maria zugeschrieben, sodass zwei Jahre später sein Nachfolger Gregor XIII. das Fest Unserer Lieben Frau vom Rosenkranz auf das Datum setzte.
Über die Kirchengeschichte hindurch haben viele Heiligen und das gemeine Gottesvolk auf das Gebet des Rosenkranzes als eine mächtige Waffe im geistlichen Kampf gesetzt und sich, mit dieser Hilfe, unbezwingbar wirkenden Dunkelheiten gestellt: Laster, in die man trotz guter Absichten immer wieder zurückfällt, die Unfähigkeit zu lieben, Ungeduld mit dem Nächsten und die zahlreichen Probleme des Alltags… Die inständige und gläubige Anrufung der Jungfrau Maria schenkt mütterlichen Trost und vor allem mächtige Fürsprache, denn Jesus Christus schlägt seiner Mutter keine Bitte aus.
Der Rosenkranzmonat Oktober ist eine gute Gelegenheit, göttliche Hilfe für die schweren Aufgaben zu erflehen.
Ihr Eduard Rauer
Diakon
Titelbild: Ausschnitt aus: Die Schlacht von Lepanto in 1571 von Jan Peeters dem Älterem | Jan Peeters the Elder, Public domain, via Wikimedia Commons
