Ich weiß nicht, wie Sie sich letzten Sonntag und Montag gefühlt haben. Ich hatte mich die Woche zuvor so an den milden Temperaturen erfreut. Doch Sonntagnachmittag bin ich auf dem Nachhauseweg mit dem Rad in den Regen gekommen – und montags war mir kalt. Pfarrer Gewers wollte mich aufmuntern und sagte: “Freue Dich doch, die Natur braucht dringend den Regen!
Die Natur ist in den Frühling gestartet, überall fängt es an zu wachsen und manches blüht schon auf. Einsetzender Frost und Kälte lassen manches absterben und verzögert vieles, aber es ist nur eine Verzögerung!
Wir haben Ostern gefeiert. Palmsonntag, die Begeisterung der Massen mit ihrem Jubel; den Karfreitag – das Starren und Höhnen und den Tod Jesu und dann Ostern, das Unvorstellbare – Jesus lebt. Eine kleine Gruppe harrt aus in ihrer Hoffnung, dass mit dem Tode Jesus sein Werk nicht vorbei ist. Bestärkt werden sie in der Zeit bis Pfingsten durch verschiedene Begegnungen mit dem Auferstandenen. Bis sich die Begeisterung mit dem Pfingstereignis Bahn bricht.
Wie sieht es bei Ihnen aus? Viele sind von klein auf gewohnt, zu hören, Jesus ist auferstanden. Was bedeutet es für mein Leben, meine Hoffnung und meinen Glauben?
Im Leben gibt es immer wieder Zeiten, wo man meint alles ist kaltgestellt und eingefroren, drohe ich da die Hoffnung zu verlieren?
Viele ältere Menschen erzählen, dass der Glaube sie durch diese Zeit getragen, gestützt und geholfen hat. Dann kann es passieren, dass sich plötzlich das Leben Bahn bricht und wir Freude und Sinn erfahren.
Ich wünsche Ihnen die Kraft, die Hoffnung nicht zu verlieren, die Offenheit, Neues zu entdecken und den Mut, die erdachten Wege zu verlassen, damit sich das Leben Bahn brechen kann.
Ihr Pastoralreferent
Christoph Dähnrich
