Fasten gegen die Sucht | Geistlicher Impuls | 11.03.2026

Fasten gegen die Sucht | Geistlicher Impuls | 11.03.2026

Die Fastenzeit schafft auch Raum, festgefahrene Gewohnheiten und Verhaltensmuster, die uns schaden, zu überprüfen und abzubauen.

Hier ein anschauliches Beispiel: Mit einem alter Jugendfreund hatte ich vor einiger Zeit einen Jogginglauf gestartet. Nach wenigen Minuten musste er aufgeben, weil ihm ächzend die Puste ausging. Diese sichtbare Schwäche wurmte ihn, und er erkannte sofort, dass sein jahrelanger Zigarettenkonsum (gut 30 und mehr täglich) die Ursache für seine geschwächte Lunge war.
Kurz darauf fasste er eine klare Entscheidung: Ich will diese Sucht loswerden.
Er warf die letzte Schachtel weg und begann mit dem Verzicht.

Wenige Tage später wurde der Druck so groß, dass er rückfällig wurde und wieder zur Zigarette griff. Nun kam eine zweite Erkenntnis. Ich brauche Hilfe von außen.
So betete er kraftvoll und mit Vertrauen zu Gott.
Ich bin zu schwach und schaffe es nicht allein.
Du musst mir helfen, Herr!
Und tatsächlich kam das kleine Wunder. Umgehend war er von der Sucht befreit.
Jedem der ihn fragte, hat mein Freund mit Überzeugung erklärt. Christus hat hier geholfen.

Ich war beeindruckt von seiner erfolgreichen Therapie.
Zwei Dinge sind es wohl, die hier beherzt praktiziert wurden:
Zunächst der entschiedene Wille loszulassen.
Und zweitens die wertvolle Einsicht, stärkere Kräfte zu aktivieren.
Dazu gehört Klugkeit und Demut.
Diese Kombination brachte die Befreiung und Heilung.
Diese Erfahrung kann ermutigen auch andere Abhängigkeiten und Süchte zu überwinden.

Ihnen allen eine gesegnete Buß- und Fastenzeit auf Ostern hin!
Pfr. Bernhard Gewers


Titelbild von tatlin auf Pixabay

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