Bedingungslos | Geistlicher Impuls | 14.01.2026

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Eine charismatische Persönlichkeit und mitreißende Botschaft muss Johannes der Täufer verkörpert haben. Seine Taufe, sein Aufruf zur Umkehr und sein asketisches Leben inspirieren Massen. Die Begegnung mit Jesus ist bis heute überliefert und wird als Festtag gefeiert. Am vergangenen Sonntag endete die Weihnachtszeit mit diesem Festtag: Taufe des Herrn. Auch am kommenden Sonntag hören wir noch einmal von der Taufe Jesu durch Johannes. Wir hören darin Worte, die in jeder Heiligen Messe ausgesprochen werden:

„Seht, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt!“
(Joh 1,29)

Die Taufe Jesu steht ganz zu Beginn seines öffentlichen Wirkens. Sie ist der Auftakt für seine Reise, voller Wundertaten, Begehungen und Reden, bis hin zu Kreuz, Grabesruhe und Auferstehung. Ganz zentral steht in der Tauferzählung die Zusage Gottes:

„Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen gefunden habe.“
(Mt 3,17)

Mir erscheint das bemerkenswert. Diese bedeutsame und unerschütterliche Zusage hören wir noch vor der ersten öffentlichen Tat Jesu. Gottes Liebe und Wohlwollen sind kein Urteil im Rückblick auf ein erfolgreiches Leben. Im Gegenteil, Gott spricht Liebe und Zuneigung aus, noch VOR jeder Leistung.

Für mich ist diese Zusage eine beruhigende und mutmachende Botschaft. Unabhängig von Erfolg, Leistung oder Fleiß gilt Gottes bedingungslose Zusage. Gottes Wohlwollen muss nicht verdient werden. 

Ihr Stephan Napieralski,
Gemeindereferent


Bild von Da7de auf Pixabay

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